Karlspreis für Söder

München. Bei der Hauptkundgebung des 75. Sudetendeutschen Tages am 8. Juni 2025 in Regensburg wurde dem Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder MdL der nach Kaiser Karl IV. benannte Europäische Karlspreis der Sudetendeutschen verliehen. Dieser ist die höchste Auszeichnung, die die Landsmannschaft zu vergeben hat. Der Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe Bernd Posselt würdigte Söder als „Vollblutpolitiker, leidenschaftlichen Europäer und treuen Freund der Sudetendeutschen.“ Er habe sich bereits als junger Landtagsabgeordneter „immer für den Vierten Stamm Bayerns eingesetzt und gemeinsam mit unserer Volksgruppe intensive Kontakte in die Tschechische Republik geknüpft und gepflegt.“ Die Sudetendeutschen seien Söder dafür dankbar, daß er „unermüdlich unseren nachhaltigen Verständigungsprozeß mit dem tschechischen Volk unterstützt.“ Von Albanien bis Polen unterhalte er darüber hinaus enge Beziehungen zu allen Staaten und Völkern Mitteleuropas und führe damit die erfolgreiche bayerische Außenpolitik fort.

Menschenrechtspreis für „Meeting Brno“
Die Landsmannschaft ehrte zudem „Meeting Brno“ mit ihrem Sudetendeutschen Menschenrechtspreis. Die tschechische Bürgerinitiative ging aus einem Kreis junger Intellektueller hervor, die bereits vor Jahrzehnten begannen, sich kritisch mit der Vertreibung der Deutschen aus Brünn, der zweitgrößten tschechischen Stadt, auseinanderzusetzen – insbesondere mit dem berüchtigten „Brünner Todesmarsch“ vom 31. Mai 1945. Damals waren die Brünner Deutschen unter unmenschlichen Umständen zur österreichischen Grenze getrieben worden, was viele von ihnen nicht überlebten. Seit 2015 führt „Meeting Brno“ mit vielen hundert Teilnehmern aus der Tschechischen Republik, Deutschland und Österreich, darunter in den ersten Jahren auch Zeitzeugen, jährlich einen Marsch in die Gegenrichtung zurück nach Brünn durch, um gegen jede Vertreibung und für die Völkerverständigung zu demonstrieren. Der Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe Bernd Posselt würdigt die Bürgerinitiative: „Das Wirken unserer tschechischen Freunde ist einzigartig, und sie setzen damit in einer Zeit, in der Nationalismus, Krieg und Vertreibung wieder vielfach um sich greifen, immer wieder ein Zeichen für ein Europa des Friedens und der Menschenrechte“. (Red., nach einer Presseinfo der Sudetendeutschen Landsmannschaft, David Heydenreich M.A.)